Strompreise steigen im Jahr 2023 markant an

31.08.2022

Die Turbulenzen an den Energiemärkten schlagen auf die Strompreise 2023 voll durch.

Die Stromversorger in der Schweiz müssen spätestens per 31. August 2022 ihre Strompreise für das Jahr 2023 publizieren. Diese Preise sind für das ganze Kalenderjahr 2023 gültig. Die Strompreise setzen sich bei allen Stromversorgern aus den gleichen drei Komponenten zusammen: Energielieferung, Netznutzung und Abgaben.

Auf das Jahr 2023 steigen die Strompreise in den allermeisten Gemeinden markant an. Dieser Anstieg ist nicht nur im Kanton Aargau zu sehen, sondern in der ganzen Schweiz, in ganz Europa und in weiten Teilen der Welt. Diese extreme und noch nie dagewesene Preisentwicklung hat unterschiedliche Ursachen. Seit Dezember 2021 stehen wegen technischer Probleme ein Grossteil der Französischen Kernkraftwerke still. Diese Energie fehlt in Europa und in der Schweiz, insbesondere in den kalten Wintermonaten. Zudem sind wegen der politischen Spannung in Osteuropa seit Jahresanfang die Preise für Öl, Kohle und
Gas extrem stark angestiegen. Die unsicheren russischen Gaslieferungen für den kommenden Winter nach Europa treiben die Preise für Elektrizität weiter extrem nach oben. Wer heute Strom für den Herbst/Winter 2023 einkauft, muss an den internationalen Strombörsen rund zwanzigmal mehr bezahlen wie vor einem Jahr. Oder in konkreten Zahlen: Konnte vor 12 Monaten eine Kilowattstunde Strom für 5 Rappen eingekauft werden, kostet derselbe Strom heute an den Börsen 1 Franken. In den heute gehandelten Strompreisen sind enorme Unsicherheits- und Risikozuschläge enthalten, welche die heutigen Strompreise als nahezu absurd erscheinen lassen.

Für die allermeisten Stromkundinnen und Stromkunden wird daher der Strom für das Jahr 2023 markant teurer. Bei einem Grossteil der Aargauer Stromversorger werden aufgrund der gestiegenen Einkaufspreise die Stromtarife massiv höher sein als im Vorjahr. Jedoch ist von sehr starken regionalen Preisunterschieden auszugehen. Es ist zu erwarten, dass sich diese Preisunterschiede über die nächsten Jahre wieder angleichen werden. Aber die Zeit des günstigen Stroms ist in Europa vorerst vorbei.

Zu diesen grossen regionalen Preisunterschieden kann es durch unterschiedliche Beschaffungsstrategien oder durch den sehr unterschiedlichen Eigenproduktionsanteil kommen. Stromversorger kaufen die benötigte Energie zu einem Fixpreis mehrere Jahre im Voraus ein. Bestehen noch solche langfristigen und günstigen Verträge, kann der Stromversorger seinen Kunden weiter günstigen Strom anbieten. Laufen jedoch einzelne Beschaffungstranchen aus, dann muss derzeit zu extrem hohen Preisen Strom an den internationalen Börsen beschafft werden. Momentan sind die Schweizer Energieversorger im Vorteil, welche über einen eigenen Kraftwerkspark verfügen. Denn die Produktionskosten für Strom bleiben über mehrere Jahre mehr oder weniger unverändert und sind heute deutlich tiefer als der Strompreis an den Strombörsen.

Die Preisbildung an den Strombörsen hat derzeit den Bezug zur Realität verloren. Wie in anderen europäischen Ländern wird auch in der Schweiz eine politische Diskussion zu den hohen Strompreisen zu erwarten sein. Stromkundinnen und Stromkunden, aber auch die Stromversorger selber sind die Leidtragenden dieser Preisverwerfung.

Bei Störungen helfen wir Ihnen gerne!

Im Störungsfall helfen wir Ihnen gerne mit unserem 24-h Pikettdienst.

 

Kontakt

EW Rothrist AG
Bernstrasse 106
4852 Rothrist

062 785 80 80
062 785 80 89
E-Mail schreiben

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 11:30 13:30 - 18:00
Dienstag 08:00 - 11:30 13:30 - 17:00
Mittwoch 08:00 - 11:30 13:30 - 17:00
Donnerstag 08:00 - 11:30 13:30 - 17:00
Freitag 08:00 - 11:30 13:30 - 16:00
 

© 2020 EW Rothrist AG, Alle Rechte vorbehalten. Mit der Benutzung dieser Website akzeptieren Sie die "Allgemeinen rechtlichen Bestimmungen".

Hinweis zur Verwendung von Cookies. Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unseren Datenschutzinformationen.